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Einzigartig für den asiatischen Raum ist, dass knapp über 80 Prozent der
philippinischen Bevölkerung römisch-katholischen Glaubens sind. Die von der
Verfassung garantierte Glaubensfreiheit besteht auch in der Praxis. Neben dem
überwiegenden Teil der Christen gibt es auch Muslime, Buddhisten, Baptisten,
Lutheraner, Methodisten oder Anhänger von Naturreligionen.
Unabhängig von der Glaubensrichtung ist fast allen Einwohnern der Philippinen
ein tiefverwurzelter Aber- bzw. Wunderglaube gemeinsam. Hier zeigen sich die
Überreste der Naturreligionen mit ihren traditionellen Ritualen. Daher sind
Wunderheiler, magisch anmutende Rituale, Prozessionen und religiöse Feste sowie
die Präsenz von Heiligenbildern und -figuren jeglicher Herkunft allgegenwärtig
auf den Philippinen. Auch fehlen spirituelle Heiler im Alltag nicht, vielmehr
werden sie ebenso häufig wie reguläre Schulmediziner besucht. Wunderheiler
erfreuen sich auf den Philippinen einer sehr großen Beliebtheit.
Die führenden Vertreter der römisch-katholischen Kirche spielen zwar im
politischen und alltäglichen Leben eine bedeutende Rolle und nehmen vor allem zu
Fragen der Moral ausdrücklich Stellung, aber obwohl die Kirche einen gewissen
Argwohn gegen diese Praktiken hegt, lässt sie die selbsternannten spirituellen
Heiler gewähren.
Der Hotelbesitzer Hans Böddicker war bereits selbst bei diesen sogenannten
Wunderheilungen anwesend und ist seitdem von den Fähigkeiten der Wunderheiler,
allein mit den Händen zu heilen, fest überzeugt.
Hans Böddicker sagt: "Mehreren meiner Gäste ist dieses Wunder ganz einfach
widerfahren. Ich konnte Wunderheilungen selbst
beobachten." |